Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Dr. Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz

DokumenttypZitat | Datum19. November 2018 | Person Dr. Katarina Barley„Über eine Million Briten leben in der EU, mehr als zwei Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger in Großbritannien. Wer, wo, mit welchen Rechten leben kann, hängt davon ab, was jetzt verhandelt wird. In allen Bereichen brauchen wir klare Regelungen.“

Dr. Katarina Barley zum Stand der Brexit-Verhandlungen

„Ich habe die deutsche und die britische Staatsbürgerschaft, der Brexit bewegt mich tief. Nun gibt es Hoffnung auf einen geregelten Brexit. Das ist ein Fortschritt, denn ein harter Brexit wäre das Schlechteste für die Britinnen und Briten und das Zusammenleben in Europa.

Über eine Million Briten leben in der EU, mehr als zwei Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger in Großbritannien. Wer, wo, mit welchen Rechten leben kann, hängt davon ab, was jetzt verhandelt wird. Ebenso wie der künftige Handel oder die Zusammenarbeit bei Sicherheit und Strafverfolgung. In allen Bereichen brauchen wir klare Regelungen.

Mir ist es besonders wichtig, dass wir im Bereich der Justiz auch in der Übergangsphase, also bis Ende 2020, weiterhin gut mit Großbritannien zusammenarbeiten können. Dafür wird Großbritannien in der Übergangsphase weiter an das europäische Recht gebunden sein.

Das Brexit-Votum der Briten hat die EU27 nicht weiter getrennt. Im Gegenteil: Die Pro-Europäer hat der Brexit wachgerüttelt. Viele Europäerinnen und Europäer engagieren sich wieder für die europäische Idee, weil sie sehen, was auf dem Spiel steht.

Auch die Kommission hat im europäischen Geist verhandelt. Die Bundesregierung wird den verhandelten Text sorgfältig analysieren und im Europäischen Rat gemeinsam entscheiden.“