Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Dr. Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz

DokumenttypZitat | Datum16. Oktober 2018 | Person Dr. Katarina Barley„Der Verbraucherreport 2018 zeigt drastisch den Vertrauensverlust durch den Diesel-Skandal. Die Automobilkonzerne dürfen sich nicht länger ihrer Verantwortung entziehen. Damit schaden sie dem Qualitätsversprechen "made in Germany" langfristig. Wer den Schaden verursacht hat, der muss auch dafür aufkommen.“

Dr. Katarina Barley zum Verbraucherreport 2018

„Der Verbraucherreport 2018 zeigt drastisch den Vertrauensverlust durch den Diesel-Skandal. Die Automobilkonzerne dürfen sich nicht länger ihrer Verantwortung entziehen. Damit schaden sie dem Qualitätsversprechen "made in Germany" langfristig. Wer den Schaden verursacht hat, der muss auch dafür aufkommen. An aktuellen Gerichtsentscheidungen zu Fahrverboten sehen wir ja, dass die Zeit drängt. Ziel muss es sein, weitere gerichtliche Fahrverbote zu verhindern.

Verbraucherschutz ist oft eine Frage der Gerechtigkeit. Wer abgezockt wird, braucht effektive Mittel, sich dagegen zu wehren. Deshalb habe ich an meinem ersten Tag nach Amtsantritt die "Eine-für-alle-Klage" auf den Weg gebracht. Damit können Verbraucherinnen und Verbraucher endlich gemeinsam ihre Rechte durchsetzen. Laut dem Verbraucherreport 2018 wünschen sich mehr als zwei Drittel der Menschen solche einfachen und günstigen Klagemöglichkeiten.

Der Report zeigt auch: Verspätungen und Ausfälle bei der Bahn und im Flugverkehr bleiben ein Dauerthema, das jeden Tag für viel Frust sorgt. Bahn und Airlines könnten viel einfacher und schneller entschädigen, ohne lange Formulare und Verzögerungen. Hier werde ich weiter Druck machen.

Über das große Vertrauen in die Arbeit der Verbraucherzentralen freue ich mich. Sie leisten in ganz Deutschland hervorragende Arbeit, die wir weiter ausbauen und unterstützen werden.“