Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

DokumenttypPressemitteilung | Datum5. Dezember 2018Gemeinsames Treffen von Verbraucherorganisationen, Fluggesellschaften und Verbänden des deutschen Luftverkehrs sowie Ministerien

Am 5. Dezember 2018 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Verbraucherschutzverbände, Flughäfen, Luftfahrtunternehmen und Luftfahrtverbände sowie der einladenden Bundesministerien für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) sowie für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im BMJV zu einem Arbeitsgespräch in Berlin.

Damit wird der Prozess fortgesetzt, den das BMVI mit dem hochrangigen Treffen „Fortschrittstreiber Luftfahrt: Ein Schwerpunkt der deutschen Verkehrspolitik – Zuverlässigkeit des Luftverkehrs stärken“ am 5. Oktober 2018 begonnen hatte. Ziel des heutigen Treffens war es, Maßnahmen zu diskutieren wie Flugverspätungen und -ausfälle vermieden bzw. die Folgen für die Verbraucherinnen und Verbraucher abgemildert werden können.

Gerd Billen, Staatssekretär im BMJV:

„Transparente, zügige und einfache Entschädigungsverfahren sowie die Akzeptanz von Schlichtungen sind aus unserer Sicht wichtige Schritte auf dem Weg hin zu einer Verbesserung der Situation. Die Maßnahmen können zeitnah und unkompliziert in Angriff genommen werden. Die Verbraucherverbände mit der Flugbranche an einen Tisch zu bringen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Denn nur über die VerbraucherInnen zu reden und nicht mit ihren VertreterInnen, bringt niemanden voran. Wir werden mit Nachdruck das heute Besprochene nachfassen.“

Guido Beermann, Staatssekretär im BMVI:

„Die Zahl der Flugausfälle und Verspätungen im vergangenen Sommer waren inakzeptabel. Alle Akteure haben im Oktober 24 konkrete Maßnahmen verabredet, um den Luftverkehr, gerade im Interesse der Passagiere, wieder zuverlässig zu machen. Wir haben weiter verabredet, bis zum nächsten hochrangigen Treffen im März 2019 intensiv an der Umsetzung dieser Maßnahmen zu arbeiten. Dem diente das heutige Arbeitstreffen.“

Die Fluggesellschaften und Flughäfen haben in dem heutigen Gespräch konkrete Umsetzungsschritte für die Maßnahmen zur Verbesserung der Passagierrechte vorgestellt. So wollen die Fluggesellschaften, zentrale und kompetente Anlaufstellen zur Abwicklung von Entschädigungsansprüchen und Entgegennahme von Beschwerden unterhalten, die Beantragung von Entschädigungen erleichtern und dabei auch technische Hilfsmittel, wie Smartphone-Apps, einsetzen. Die Passagiere sollen künftig per SMS, E-Mail und App und auf Anzeigetafeln im Terminal über Verspätungen und Ausfälle besser unterrichtet werden.

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