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Die Ehepaare Junker und Schmidt

haben jeweils einen Pauschalurlaub

mit Flug und Hotel gebucht.

Die Junkers haben leider kein Glück:

An ihrem Urlaubsort angekommen,

stellen sie fest,

dass die gebuchte Hotelanlage

in großen Teilen noch nicht fertig gestellt ist.

Von früh bis spät

werden lärm- und schmutzintensive Bauarbeiten durchgeführt.

Sie beschweren sich beim Reiseleiter,

der ihnen mitteilt,

er könne bedauerlicherweise

keine Ersatzunterkunft anbieten.

Wieder zuhause angekommen,

wendet sich das Ehepaar sofort

mit einem Schreiben an den Reiseveranstalter.

Dieser ist verpflichtet,

wegen der Mängel einen Teil des Reisepreises

zurückzuerstatten.

Außerdem haben die Junkers gute Chancen,

zusätzlich eine Entschädigung

wegen entgangener Urlaubsfreude zu erhalten.

Auch die Schmidts

erleben eine herbe Enttäuschung:

Die tollen Fotos aus dem Reisekatalog

entsprechen in keiner Weise der Realität.

Die Sauberkeit des Pools und

der Zustand des Zimmers

lassen sehr zu wünschen übrig.

Im Bad wimmelt es von Ameisen.

Ihre Beschwerde bei der Hotelrezeption

bleibt ohne Wirkung.

Zuhause angekommen,

möchten sie den Albtraum-Urlaub

erst einmal vergessen.

Sechs Wochen später

wenden sie sich doch an einen Rechtsanwalt

und fragen, ob sie einen Teil ihres Geldes zurückfordern können.

Der macht ihnen wenig Hoffnung:

Eine Mängelanzeige bei der Hotelrezeption

ist im Normalfall nicht ausreichend.

Entscheidend ist,

dass die örtliche Reiseleitung des Veranstalters

bzw. die im Reisevertrag angegebene Stelle informiert wird.

Außerdem müssen Ansprüche

wegen Reisemängeln

innerhalb eines Monats nach Reiseende

gegenüber dem Veranstalter geltend gemacht werden.

Immerhin:

Bei ihrem nächsten Pauschalurlaub

kennen die Schmidts ihre Rechte!