Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Headline Heiko Maas in Israel Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem: „Verantwortung verjährt nicht“

Heiko Maas besuchte am 7. Februar gemeinsam mit seiner israelischen Amtskollegin, Ajelet Schaked, die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Westjerusalem. Mit einer Kranzniederlegung gedachte er der von den Nationalsozialisten ermordeten Juden.

Heiko Maas in der "Halle der Namen" „ Erinnern ist keine Schwäche. Aus Erinnerung erwächst Verantwortung. Und erst Verantwortung macht stark“, schreibt Heiko Maas ins Gästebuch der Gedenkstätte. Foto: Thomas Köhler/photothek

„Der Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem hat mich persönlich sehr bewegt. Er erfüllt mich mit Demut und Dankbarkeit. Ich empfinde Demut, denn: Die Schoah, der unfassbar grausame Mord, den Deutsche über Millionen Menschen jüdischen Glaubens gebracht haben, ist Teil unserer deutschen Geschichte. Das historische Wissen müssen wir bewahren, weitergeben und in soziales Handeln umsetzen. Unsere Verantwortung verjährt nicht. Der Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus ist auch heute eine der wichtigsten Aufgaben der Politik und der Gesellschaft. Für diesen Kampf setze ich mich persönlich ein.
Gleichzeitig empfinde ich Dankbarkeit, denn: Mit Blick auf unsere Geschichte sind die israelisch-deutschen Beziehungen besonders. Dass sie von Respekt und Freundschaft getragen werden, ist keinesfalls selbstverständlich. Ich freue mich nun auf die Fortsetzung der guten Gespräche mit Ministerin Shaked in den nächsten Tagen. Auch der gemeinsame Besuch in Yad Vashem ist Ausdruck unserer vertrauensvollen, engen Zusammenarbeit.“
Bundesminister Heiko Maas

In das Gästebuch schrieb Heiko Maas den Satz: „Wir dürfen niemals vergessen, welche Verbrechen Deutschland an den Juden begangen hat. Erinnern ist keine Schwäche. Aus Erinnerung erwächst Verantwortung. Und erst Verantwortung macht stark.“

Hintergrund
Bundesminister Maas reist vom 7. bis 9. Februar 2017 nach Israel. Neben dem fachlichen Austausch und dem gemeinsamen Besuch in Yad Vashem mit der israelischen Justizministerin, Ajelet Schaked, ist ein Gespräch mit der Präsidentin des Supreme Courts, Frau Miriam Naor, geplant. Am 7. Februar 2017 wird Maas außerdem bei einer Diskussionsveranstaltung an der Universität Tel Aviv gemeinsam mit den Leitern einer Unabhängigen Wissenschaftlichen Kommission die Ergebnisse des „Rosenburg-Projekts“ vorstellen, das sich mit der Aufarbeitung der NS-Zeit im Justizministerium in den 1950er und 1960er Jahren befasst hat.