Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Opferschutz und Gewaltprävention Deutsch-französischer Austausch zur Opferhilfe

Staatssekretär Gerd Billen empfing am 26. Januar 2017 gemeinsam mit Staatssekretärin Yasmin Fahimi vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales die französische Staatssekretärin Juliette Méadel zu einem Austausch über die Unterstützung der Opfer von Terroranschlägen und Gewalttaten.

Von links nach rechts: Yasmin Fahimi (Staatssekretärin im BMAS), Juliette Méadel (Staatssekretärin für Opferhilfe beim französischen Premierminister), Gerd Billen (Staatssekretär im BMJV) Von links nach rechts: Yasmin Fahimi (Staatssekretärin im BMAS), Juliette Méadel (Staatssekretärin für Opferhilfe beim französischen Premierminister), Gerd Billen (Staatssekretär im BMJV) Foto: BMAS

„Wir dürfen die Hilfe für die Opfer nicht vernachlässigen. Mit härteren Strafen allein ist ihnen nämlich nicht geholfen“.
Staatssekretär Gerd Billen

Die französische Regierung richtete Anfang 2016 angesichts der Terroranschläge von Paris das Staatssekretariat für Opferhilfe ein. Es wurde direkt beim Premierminister angesiedelt und hat das Ziel, die Situation der Opfer von Terroranschlägen, Gewalttaten und Großschadensereignissen zu verbessern.

Staatssekretärin Méadel besuchte Deutschland, um sich über Aktivitäten zur Opferhilfe und zur psychosozialen Prozessbegleitung in Deutschland und Frankreich auszutauschen und um ihre Verbundenheit mit den Opfern der Terroranschläge der beiden letzten Jahre in den beiden Staaten zum Ausdruck zu bringen.

Die beiden deutschen Regierungsvertreter und ihre französischen Amtskollegin stimmten darin überein, dass es ein wichtiges gemeinsames Anliegen sei, die Unterstützung der Opfer weiter zu entwickeln, sowohl direkt in der traumatischen Situation nach dem Ereignis als auch auf längere Sicht. Hierbei sei internationale Zusammenarbeit und internationaler Austausch essentiell.

Frau Staatssekretärin Méadel hatte am 9. Januar 2017 eine große internationale Konferenz in Paris zur Opferhilfe ausgerichtet, auf der auch BMAS und BMJV vertreten waren. Frau Méadel stellte ihre bei dieser Konferenz entstandene Initiative eines Treffens auf EU-Ebene am 10. März in Brüssel vor. Beide Seiten verabredeten eine weitere deutsch-französische Zusammenarbeit, auch auf EU-Ebene.