Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Headline Jahreskonferenz 2016 des Netzwerks Verbraucherforschung Verbraucherforschung trifft sich im BMJV

Verbraucherforschung im Aufwind: Mehr als 80 Personen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nahmen am 27. Oktober 2016 an der Jahreskonferenz des Netzwerks Verbraucherforschung teil und diskutierten zum Thema „Entgrenzungen des Konsums! – Fokussierung der Verbraucherforschung?“

Jahreskonferenz 2016 des Netzwerks Verbraucherforschung Ziel des Netzwerkes Verbraucherforschung ist die weitere Entwicklung der Verbraucherwissenschaften in Deutschland zu unterstützen, um diese als eigenständiges, breites und interdisziplinäres Forschungsfeld zu etablieren. Foto: Lily Roggemann

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Herrn Professor Kenning, Sprecher des Koordinierungsgremiums des Netzwerks Verbraucherforschung. Er betonte, dass „das Netzwerk dem Ziel, eine informierte und evidenzbasierte Verbraucherpolitik zu ermöglichen, ein gutes Stück näher gekommen ist.“

Staatssekretär Gerd Billen hob in seinen anschließenden Begrüßungsworten die Bedeutung der Verbraucherforschung hervor und ging auf die neue Architektur der Verbraucherpolitik ein. Auch für die Zukunft sagte er fest zu „wir fordern und fördern Verbraucherwissenschaften nach besten Kräften“.

Im Eröffnungsvortrag der renommierten kanadischen Wissenschaftlerin Professor Dr. Dietlind Stolle stand einleitend die Frage im Mittelpunkt „Kaufen um die Welt zu retten: Wie Verbraucherinnen und Verbraucher globale Probleme lösen wollen“. Dabei ging es u.a. um ethische und politische Werte beim Einkauf der Verbraucherinnen und Verbraucher. In den sich anschließenden drei Themen-Panels zu den Entgrenzungen des Konsums wurden aktuelle Handlungsfelder der Verbraucherforschung vertieft. Dabei wurden u.a. Konsumpraktiken (Prosuming, Sharing und Open Innovation), Konsumverantwortung und die Entgrenzung des Verbrauchersubjekts vorgestellt.

Unterschiedliche Perspektiven auf das Thema des Tages brachte die Podiumsdiskussion zusammen. Über Verbraucherforschung aus Sicht der Soziologie, der Rechtswissenschaft des Innovationsmanagements und der Wirtschaftspsychologie sprachen

  • Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink (Goethe-Universität Frankfurt)
  • Prof. Dr. Dr. Walter Blocher (Universität Kassel)
  • Prof. Dr. Ellen Enkel (Zeppelin Universität Friedrichshafen
  • Prof. DDr. Bernadette Kamleitner (Wirtschaftsuniversität Wien)

Zum Abschluss der Jahreskonferenz dankte Herr Professor Lamla allen Beteiligten und Teilnehmenden für ihre Beiträge. In seinen Schlussworten fasste er die Zukunft der Verbraucherforschung in drei grundsätzlichen Anforderungen angesichts der Entgrenzung des Konsums zusammen. Die Verbraucherforschung muss sich als inter- bzw. transdisziplinäres Forschungsvorhaben verstehen, offen gegenüber der Gegenstandsseite sein und sich engagiert in den Disziplinen behaupten.