Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Opferhilfe und Gewaltprävention Ministerpräsident a.D. Kurt Beck - Beauftragter der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz

Der Terroranschlag vom 19. Dezember 2016 auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz hat die Menschen in Deutschland tief erschüttert. Zwölf Tote und mehr ca. 100 Verletzte sind die entsetzliche Bilanz des abscheulichen Verbrechens. Sie sind zur Zielscheibe eines Terrors geworden, der eine freiheitliche und weltoffene Gesellschaft mit allen Mitteln bekämpft.

Kurt Beck, Beauftragter für die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz Foto: dpa / picture alliance

Am 8. März 2017 wurde Herr Ministerpräsident a.D. Kurt Beck von der Bundesregierung zum Beauftragten für die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags ernannt. Der Opferbeauftragte wurde organisatorisch durch eine Geschäftsstelle unterstützt, die im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz angesiedelt war.

Als zentraler Ansprechpartner stand er den Betroffenen zur Verfügung. In vielen persönlichen Gesprächen wurde die konkrete Situation besprochen und Hilfen im Rahmen der Möglichkeiten vermittelt. Wie breit gefächert diese Aufgabe war, zeigen Zwischen- und Abschlussbericht.

Der Opferbeauftragte hat aber auch die Kritik der Betroffenen aufgegriffen, in seinem Abschlussbericht konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht, die vielfach von politischer Ebene bereits aufgegriffen wurden.

Nunmehr endet die Aufgabe von Herrn Ministerpräsident a.D. Kurt Beck zum 31. März 2018. Zurzeit arbeitet die Bundesregierung an der Umsetzung der Vorschläge von Herrn Ministerpräsident a.D. Kurt Beck. Bis dahin werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seiner Geschäftsstelle den Betroffenen auch weiterhin für Fragen zur Verfügung stehen. Die Geschäftsstelle ist unter der bisherigen E-Mail Adresse zu erreichen: opferbeauftragter@bmjv.bund.de

Herr Ministerpräsident a.D. Kurt Beck:
„Als ich vor gut einem Jahr meine Aufgabe als Beauftragter für die Opfer und Hinterbliebenen des schrecklichen Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz aufgenommen habe, war ich mir der Verantwortung gegenüber den Betroffenen, die so viel Leid erfahren mussten, sehr bewusst. Sehr viele haben sich an mich gewandt und ich habe versucht, durch praktische und emotionale Unterstützung zu helfen. Auch mehr als ein Jahr nach dem schrecklichen Anschlag ist für die Betroffenen nichts vorbei und auch Hilfen werden weiter notwendig sein. Daher war es mir wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass auch weiterhin Ansprechpartner zur Verfügung stehen, an die sich die Betroffenen wenden können. Daher habe ich in meinem Abschlussbericht auch die Einrichtung zentraler fester Strukturen vorgeschlagen und ich freue mich, dass die Bundesregierung an der Umsetzung dieses Vorschlags arbeitet. Bis dahin werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meiner Geschäftsstelle den Betroffenen auch weiterhin für Fragen zur Verfügung stehen und engagiert meine Arbeit fortsetzen. Auch hinsichtlich der Erhöhung der Entschädigung bin ich zuversichtlich, dass die Hinterbliebenen von einer Erhöhung, wie ich sie gefordert habe, profitieren werden. In dem Bewusstsein, dass meine Arbeit fortgeführt wird und auch auf politischer Ebene die Weichen für Verbesserungen gestellt sind, beende ich meine Tätigkeit als Opferbeauftragter. Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen die Kraft, in einen Alltag zurückkehren zu können.“