Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Verbraucherschutz Digitales Leben für Ältere – Beirat berät Zukunftsprojekte

Am 16. Oktober kamen in Berlin die Mitglieder des Beirats Verbundprojekt „Digital-Kompass“ zusammen, um die vergangene Projekt Revue passieren zu lassen und neue Projekte zu diskutieren.
Viele ältere Menschen, die Internet und Smartphone nutzen, tun das aus Neugierde oder weil es für sie eine Brücke zur Welt ihrer Kinder und Enkelkinder darstellt. Wer auf dem Land lebt, kann vieles via Netz bestellen. Wessen Kinder in die Großstadt oder nach Übersee gezogen sind, der kann ihr Leben wenigstens via Skype und Facetime verfolgen.

Digitales Leben für Ältere – Beirat berät Zukunftsprojekte Digitales Leben für Ältere – Beirat berät Zukunftsprojekte Foto: BMJV

Doch trotz dieser für viele zur Notwendigkeit gewordenen Nutzung der digitalen Welt hat der D21-Digital-Index für das Jahr 2016 ermittelt, dass nur 36% der über 70jährigen das Internet nutzen. In der Altersgruppe der 14 bis 49-Jährigen sind es ohne Überraschung fast ausnahmslos alle.

Das Verbundprojekt Digital-Kompass (eine Kooperation der BAGSO Service Gesellschaft und Deutschland sicher im Netz (DsiN) ) berät seit 2015 in ganz Deutschland ältere Menschen bei der Nutzung des Internet. Niemand muss, aber jeder soll es nutzen können, wenn er denn möchte. Damit die Scheu fällt, gibt es die „Digitale Material-Fundgrube“ und, ganz besonders wichtig, den „Digitalen Stammtisch“. Hier kommen Ältere zusammen und lernen gemeinsam zu bestimmten Themen rund um das Internet. Das Projekt Digital-Kompass soll noch bis Juli 2018 fortgeführt werden.

Für Gerd Billen, Staatsekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, ist es dabei besonders wichtig, dass die älteren Userinnen und User über ihre Rechte im digitalen Raum aufgeklärt werden. Und, er sieht hier neben Politik und Zivilgesellschaft auch die Unternehmen in der Pflicht: „Gute Gesetze und umsichtige Verbraucher allein reichen nicht aus. Wir müssen sicherstellen, dass die Unternehmen die Regeln auch einhalten.“