Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Gesellschaft Keine Chance für Homophobie im Fußball

Am 30. August 2017 haben sich Bundesminister Heiko Maas und DFB-Präsident Reinhard Grindel bei der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) getroffen. Ziel des gemeinsamen Gesprächs war ein Informationsaustausch über das von der Stiftung geführte Projekt „Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie und gegen Sexismus“

Keine Chance für Homophobie im Fußball Keine Chance für Homophobie im Fußball Präsentation der bisherigen Projektergebnisse durch BMH Vorstand Jörg Litwinschuh, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizminister Heiko Maas, DFB Präsident Reinhard Grindel und Prof. Dr. Martin Schweer (von links nach rechts) Foto: photothek.net / Ute Grabowsky

Zugegen waren außerdem neben weiteren Vertretern des DFB der Vorstand der BMH Jörg Litwinschuh sowie die Bundesministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger als Förderkreisvorsitzende der Stiftung und Prof. Dr. Martin Schweer als wissenschaftlicher Projektleiter der Universität Vechta.

„Homophobie darf überhaupt keine Chance in unserer Gesellschaft haben. Leider ist sie auch und gerade auf dem Fußballplatz immer noch sehr präsent. Mit „Fußball für Vielfalt“ setzt die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld solchen Kräften ihr Engagement entgegen. Das Projekt kann aber nur gelingen, wenn die Akteur_innen des Fußballsports tatsächlich erreicht werden. Dafür ist die Stiftung auf die Zusammenarbeit mit den großen Fußballverbänden angewiesen. Die Akzeptanz sexueller Vielfalt muss in der Vereins- und Verbandsarbeit des Fußballs verankert werden. Ich freue mich daher sehr, dass Reinhard Grindel heute hierhergekommen ist, um sich über das Projekt zu informieren. Klar ist: Es geht uns alle an, dafür zu sorgen, dass Homophobie abgebaut wird, im Sport wie im sonstigen Alltag.“

Die BMH führt seit 2013 das Projekt „Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie und gegen Sexismus“ durch. Ziel des Projekts ist es, Homo- und Transfeindlichkeit sowie Sexismus im Sport abzubauen und Akzeptanz gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu fördern. Das Projekt ist eines der „Leuchtturm-Projekte“ der Stiftung. In seinem Rahmen bietet die BMH in Kooperation mit der Universität Vechta u.a. verschiedene Bildungsmodule sowie Beratung z.B. für Sportler_innen, Trainer_innen, Schiedsrichter_innen, Funktionär_innen in den Amateur- und Profi-Vereinen und Verbänden an. Die Bildungsmaßnahmen sollen den Akteur_innen helfen, Problembewusstsein zu erlangen und Handlungsstrategien für den Umgang mit Diskriminierungen zu entwickeln. Dies kann angesichts der hohen Vorbildfunktion des Fußballsports zugleich der Ausgangspunkt für einen gesellschaftlichen Wandel sein: Wer akzeptiert, dass sportliche Höchstleistungen nichts mit sexueller oder geschlechtlicher Identität zu tun haben, der wird auch außerhalb des Stadions Respekt und Toleranz zeigen. Botschafter der Bildungs- und Forschungs-Initiative ist der ehemalige Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger.