Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Justiz 100 Jahre Frauenwahlrecht

Gemeinsam mit dem Deutschen Juristinnenbund lud das BMJV am 26. Juli  zur Veranstaltung „100 Jahre Frauenwahlrecht“ ein. Frau Staatssekretärin Wirtz eröffnete die Veranstaltung durch eine Rede mit zahlreichen geschichtlichen Aspekten zum Frauenwahlrecht und dessen Wahrnehmung in der deutschen Gesellschaft. Im November 2018 jährt sich die Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen.

Titel des Buches "100 Jahre Frauenwahlrecht". 100 Jahre Frauenwahlrecht Foto: BMJV

Im kommenden Jahr besteht das Frauenwahlrecht in Deutschland bereits seit 100 Jahren. Dieses freudige Ereignis würdigt das BMJV gemeinsam mit dem djb bereits in diesem Jahr durch die Vorstellung des Buches „100 Jahre Frauenwahlrecht“, in welchem der Deutsche Juristinnenbund sich durch verschiedene Gastbeiträge unter anderem den Fragen widmet, welche Bedeutung das Frauenwahlrecht heutzutage hat, wie das Wissen um die Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland besser verbreitet werden kann und was Frauen hundert Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts noch mit diesem erkämpften Erfolg verbinden.

„Die Vorbildfunktion, die Frauen in Spitzenämtern einnehmen, muss weitergehende Beachtung finden. Denn eins wissen schon kleine Mädchen heute: „Wenn ich groß bin, kann ich auch Bundeskanzlerin werden, Ministerin oder Ministerpräsidentin.“ Frauen in Politik und Wirtschaft zeigen, dass tatsächlich die Möglichkeit besteht, dass Frauen Spitzenämter bekleiden und sie prägen das Bild für Frauen in der deutschen Gesellschaft. Mit dem aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen leben wir seit 99 Jahren in einer Gesellschaft, in der Männer und Frauen gemeinsam darüber entscheiden, wie wir unser Land gestalten wollen.“
Staatssekretärin Christiane Wirtz

Die Veranstaltung

Neben der Staatssekretärin im BMJV, Christiane Wirtz, begrüßte ebenso die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, Elke Ferner, sowie die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes e.V., Ramona Pisal, die zahlreich erschienenen Gäste.

Nach den Keynotes der Staatssekretärinnen und der Präsidentin des djb erörterten im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Herausgeberinnen des Sammelbandes „100 Jahre Frauenwahlrecht“ Rebecca Beerheide und Dr. Isabel Rohner sowie Ulrike Helmer, Gründerin und Leiterin des Ulrike Helmer Verlags, und Sabine Lautenschläger, Mitglied des Direktoriums und stellvertretende Vorsitzende des einheitlichen Europäischen Aufsichtsmechanismus der Europäischen Zentralbank, inwiefern sich die Gleichstellung zwischen Mann und Frau auch in Zukunft noch besser in die Gesellschaft und die Arbeitswelt verankern ließe.

 

Rede von Staatssekretärin Christiane Wirtz