Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Verbraucherschutz Ulrich Kelber besucht DSiN Jahreskongress 2017

„Digitale Zeitenwende – Vertrauen und Verantwortung stärken“ – so lautete das Thema des diesjährigen Jahreskongresses des Vereins Deutschland sicher im Netz (DsiN), der am 24. Mai in Berlin stattfand. Der parlamentarische Staatssekretär, Ulrich Kelber, präsentierte zunächst den DsiN-Sicherheitsindex 2017 und eröffnete am Nachmittag den Jahreskongress.

Ulrich Kelber besucht DSiN Jahreskongress 2017 Ulrich Kelber besucht DSiN Jahreskongress 2017 Jährlich führt der Verein eine Studie zur digitalen Sicherheitslage der Verbraucher in Deutschland durch und veröffentlicht die Ergebnisse im DsiN-Sicherheitsindex. Foto: Christian Kruppa

„Die digitale Vernetzung im Alltag bietet vielfältige Chancen – aber auch Risiken – für sämtliche Generationen. Von der sozialen Vernetzung und Kommunikation, über die schnelle Informationsrecherche, Erledigungen wie Einkaufen, Reisebuchungen und Bankgeschäfte bis hin zu neuen Angeboten im Bereich der Mobilität. Wir wollen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher sich dabei sicher im Netz bewegen und wissen, wo sie aufpassen müssen. Um zu wissen, wo wir und andere bei Verbraucherinnen und Verbrauchern oder bei Kooperationsprojekten mit der Industrie – wie dem one-pager zum Datenschutz – hier ansetzen müssen, ist der deutsche Sicherheitsindex eine wertvolle Hilfe.“
Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär

Der Verein „Deutschland sicher im Netz“ wurde 2006 als Folge des ersten IT-Gipfels der Bundesregierung gegründet und untersteht seit 2007 dem Bundesministerium des Innern. Derzeit engagieren sich 24 Unternehmen, Verbände sowie gemeinnützige Organisationen in dem Verein, um bei Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie in Unternehmen ein Bewusstsein für einen sicheren Umgang mit Internet und IT zu fördern sowie einen praktischen Beitrag für mehr IT-Sicherheit zu leisten.

Unterschiedlich ausgeprägtes Wissen über IT-Sicherheit

Jährlich führt der Verein eine Studie zur digitalen Sicherheitslage der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland durch und veröffentlicht die Ergebnisse im DsiN-Sicherheitsindex. Die Ergebnisse des DsiN-Sicherheitsindexes 2017 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Die Bedrohungslage für Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich durch zunehmende Cyberattacken gegenüber den Ergebnissen aus 2016 deutlich verschärft. Das Schutzniveau der Nutzerinnen und Nutzer hat sich leicht verbessert, ihr Sicherheitsverhalten ist jedoch verschlechtert. Im Rahmen der Trendbetrachtung zwischen 2014 – 2017 hat sich die Kluft zwischen dem Wissen um digitale Herausforderungen und deren folgenbasiertes Handeln verstärkt. Mittlerweile drohen einzelne Bevölkerungsteile bei der IT-Sicherheit abgehängt zu werden. In Deutschland herrscht somit ein digitales Sicherheitsgefälle.

Professionelle Aufklärungsarbeit

Deutschland sicher im Netz e.V. hat jedoch bereits Folgerungen aus den Ergebnissen der Studie gezogen und Handlungsziele formuliert. Die IT-Schutzkompetenz müsse als Schlüsselkompetenz in der Bildung verankert werden. Dafür startet bereits im Schuljahr 2017/2018 die Kampagne „Digitale Bildung trifft Schule (DigiBitS)“. Zudem soll sich die Aufklärungsarbeit stärker an Zielgruppen und ihren Bedürfnissen orientieren. Im Rahmen der Aufklärungsarbeit müsse der Fokus darauf liegen, die Motivation zum sicheren Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher in der digitalen Welt zu stärken. Es muss eine professionelle Aufklärungsarbeit etabliert und in den IT-Sicherheitsdialog integriert werden. Für die Umsetzung dieser Ziele setzt sich der Verein Deutschland sicher im Netz auch weiterhin ein.

DsiN-Sicherheitsindex 2017

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