Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Verbraucherschutz Gerd Billen: „Mehr Klarheit im Label-Dschungel“

Am 11. Mai besuchte der Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Gerd Billen, die Bundesgeschäftsstelle der VERBRAUCHER INITIATIVE e. V. in Berlin-Weißensee. Dort hat er sich insbesondere über das seit 2000 bestehende bundesweite Projekt www.label-online.de informiert.

Ein Mann hält ein Smartphone in der Hand. Gerd Billen: „Mehr Klarheit im Label-Dschungel“ Gerd Billen: „Mit der kostenlosen App wird zudem für mehr Klarheit im Label-Dschungel gesorgt.“

Die Internetplattform bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern auf einen Blick unabhängig und gut recherchierten Rat. Viele Waren zeichnen Labels aus und versprechen damit bio, fair oder energiesparend zu sein. Rund 700 Labels in 16 Kategorien wie „Essen und Trinken“, „Elektro und Haushaltsgeräte“ oder „Arbeitswelt und Büro“ werden auf www.label-online.de aufbereitet. Dabei ist es den Machern hinter der Plattform wichtig kein Ranking oder Bashing der Labels vorzunehmen, sondern neutral zu berichten. Mit der Entwicklung einer App für alle gängigen Betriebssysteme, gefördert vom BMJV, im Jahr 2014 ist die Verbraucherinitiative einen nächsten Schritt gegangen. Über 50.000 Mal wurde die App bisher heruntergeladen.

„Bei www.label-online.de erfahren Konsumentinnen und Konsumenten schnell und übersichtlich, was sich hinter den einzelnen Zeichen verbirgt. Label-online bewertet unabhängig die einzelnen Kennzeichen und nennt ihre Kriterien. So erhalten die Verbraucherinnen und Verbraucher die nötigen Informationen und können die für sie richtigen Kaufentscheidungen treffen. Mit der kostenlosen App wird zudem für mehr Klarheit im Label-Dschungel gesorgt.“
Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Die Labels werden nach einer einheitlichen, 12 Punkte umfassenden Matrix bewertet. Untersucht wird in einem Bewertungsverfahren beispielsweise, welchen Anspruch Labels formulieren, wie unabhängig ihre Vergabe ist, welche Kontrollen vorgesehen sind und wie transparent dieser Prozess für Verbraucher ist. Das vierstufige Bewertungsschema reicht von „Besonders empfehlenswert“ bis „Nicht empfehlenswert“. Labels, die dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet sind und ökologische und soziale Aspekte in ihren Zertifizierungsprozess mit einbeziehen, sind zusätzlich gekennzeichnet.

Über die Plattform hinaus, will das 2-köpfige Team vor allem bestimmte Zielgruppen wie SchülerInnen und LehrerInnen, SeniorInnen und Reisende ansprechen. Über Erklärvideos, Postkarten, Stammtische und Radiobeiträge wird die Aufklärung rund um das Thema Labels zusätzlich verstärkt.

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