Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Die Akte Rosenburg Aus der Geschichte lernen

Am 16. März 2017 fand in Leipzig das 8. Rosenburg-Symposium statt. Veranstaltungsort war das Gebäude des früheren Reichsgerichts und jetzigen Bundesverwaltungsgerichts.

Gruppenfoto der Teilnehmenden des 8. Rosenburg-Symposiums Im Rahmen der Aufarbeitung sind bereits zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen der Unabhängigen Wissenschaftlichen Kommission und des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz durchgeführt worden. Foto: BMJV

„Die Verbrechen des Nationalsozialismus sind Vergangenheit. Sie werden sich nicht wiederholen. Aber es gibt kein Ende der Geschichte. Auch heute gibt es Gefahren für Humanität und Freiheit, auch in unserem demokratischen Rechtsstaat und nicht nur hier, sondern auch in unseren Nachbarländern. Wir können aus der Geschichte lernen.“
Staatssekretärin im BMJV Christiane Wirtz

Das 8. Symposium setzt eine Reihe von Public History-Veranstaltungen fort, die sich mit Fragestellungen aus dem Rosenburg-Projekt zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des BMJV befassen.

Vor einigen Jahren hat das Ministerium eine unabhängige wissenschaftliche Kommission eingesetzt, die den Auftrag hatte, die personellen und sachlichen Kontinuitäten zwischen der NS-Zeit und den Gründerjahren der Bundesrepublik Deutschland im Ministerium aufzuarbeiten. Kürzlich haben die Professoren Görtemaker und Safferling, die beiden Leiter der Kommission, den Abschlussbericht im Verlag C.H.Beck unter dem Namen "Die Akte Rosenburg" veröffentlicht.

Im Rahmen eines Public History-Programms hat das BMJV bereits einige Symposien veranstaltet, die die Forschungsarbeiten zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des Hauses begleitet haben und dem Zweck dienten, die Öffentlichkeit für diese Thematik zu interessieren. Dieses Programm wird auch und gerade nach den bestärkenden Reaktionen auf den Schlussbericht mit gleicher Intensität und großem Engagement fortgesetzt.

Auf dem jüngsten 8. Symposium sprachen neben der Staatssekretärin der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts Professor Klaus Rennert sowie Professor Manfred Görtemaker, der wesentliche Ergebnisse des Forschungsprojekts erläuterte. In der anschließenden Podiumsdiskussion, an der u.a. Bundesjustizminister a.D. Jürgen Schmude und die ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Marianne Birthler teilnahmen, wurde insbesondere diskutiert, wie die Willfährigkeit der Juristen zu erklären war, die sich dem NS-Regime andienten und welcher Geist diese Gesinnung über die NS-Zeit hinaus aufrecht erhielt.

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