Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Headline Cybermobbing Kongress 2016 Wir dürfen Cybermobbing nicht ignorieren

Anlässlich des 2. Cybermobbing Kongresses hat sich der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas für mehr zivilgesellschaftliches Engagement gegen Cybermobbing ausgesprochen. Er hob die gravierenden und oft langlebigen Folgen von Cybermobbing für Betroffene hervor; immer häufiger träfe es auch Kinder und Jugendliche.

Ein Jugendlicher sitzt vor einem Laptop. Für Kinder und Jugendliche wird Cybermobbing immer mehr zum Problem. Foto: Thinkstock

Um Cybermobbing besser bekämpfen zu können, ist – dem Vorhaben im Koalitionsvertrag entsprechend – der strafrechtliche Schutz der Opfer von Cybermobbing verbessert worden. Nach der Neufassung von § 201a Strafgesetzbuch macht sich nunmehr auch strafbar, wer Bildaufnahmen, die die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellen, unbefugt herstellt oder einer dritten Person zugänglich macht und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt. Außerdem macht sich auch strafbar, wer eine Bildaufnahme, die geeignet ist, dem Ansehen der abgebildeten Person erheblich zu schaden, einer dritten Person zugänglich macht.

Maas betonte, dass Cybermobbing aber nicht durch Strafrecht allein bekämpft werden könne. Elementar wichtig seien präventives Handeln, etwa verlässlichen Alterskontrollen, funktionierenden Moderationskonzepte und Meldesysteme, aber auch zivilgesellschaftliche Anstrengungen, um die gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf das Problem zu lenken. und dazu beizutragen, ein Bewusstsein zu schaffen für die gravierenden Folgen von Cybermobbing für Betroffene.