Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Verbraucherschutz Staatssekretäre für Verbraucherschutz besuchen Consumer Electronics Show

Die Verbraucherschutz-Staatssekretäre, Ulrich Kelber und Gerd Billen, besuchten die CES in Las Vegas, eine der weltweit größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik mit dem Schwerpunkt der Vernetzung und Digitalisierung aller Lebensbereiche.

Gerd Billen auf dem Podium bei der Consumer Electronics Show "Datenflüsse vernetzter Alltagsgegenstände müssen transparent und steuerbar bleiben", fordert Gerd Billen mit Blick auf die Vereinbarkeit von neuen Trends und Verbraucherrechten. Foto: BMJV

Bei ihrem Besuch informierten sie sich über neue Trends und Entwicklungen im Bereich der digitalen Unterhaltungselektronik und führen Gespräche mit Vertretern von Politik und Wirtschaft über die Wahrung von Verbraucherrechten und Datensouveränität in der digitalen Welt. Ihr Augenmerk richtet sich dabei besonders auf Trends und verbraucherpolitische Herausforderungen im Bereich des Internets der Dinge.

Das „Internet der Dinge“

Der Begriff „Internet der Dinge“ beschreibt die umfassende, intelligente Vernetzung möglichst vieler Bereiche des täglichen Lebens. Während bislang noch vorwiegend Computer und andere Netzwerkgeräte über eine digitale Identität verfügen und vernetzt sind, werden künftig auch zahlreiche Alltagsgegenstände, wie etwa Autos, Haustechnik, Konsumgüter oder sogar Kleidungsstücke über das Internet angesteuert und können selbständig miteinander kommunizieren. Beispiele sind Kühlschränke, die eigenständig Lebensmittel nachkaufen oder Waschmaschinen, die genau dann waschen, sobald der Strom günstig.

Wenn Alltagsgegenstände allerdings autonom miteinander kommunizieren (z.B. der Kühlschrank mit dem Supermarkt, das Auto mit der Ampel) kann dies zu einem erheblichen Kontrollverlust, der Schaffung von Abhängigkeiten oder einer Fremdbestimmung führen. Zudem können die Nutzer dieser Gerätschaften über die Daten der Geräte leicht gläsern werden.

„Der Mensch lenkt, auch wenn der Kühlschrank denkt!“ so bekräftigte Staatssekretär Billen seine verbraucherpolitische Forderung, dass die Datenflüsse vernetzter Alltagsgegenstände transparent und steuerbar bleiben müssen. „Es darf keine Black-Boxes geben, von denen keiner weiß, welche Daten wohin fließen und was damit passiert!“

Verbraucher müssten die volle Kontrolle über ihre Daten behalten und Geräte auch ohne Datenflüsse nutzen können, wenn diese nicht wirklich erforderlich sind. Ebenso spielen Transparenz und Wahlfreiheit eine wichtige Rolle. Im Bereich Datenschutz hat die Europäische Union mit der Datenschutzreform Standards gesetzt, an die sich alle Anbieter in der EU halten müssen.
Diese Botschaft wiederholte er auch auf einer Podiumsdiskussion der CES zum Thema Internet der Dinge, an der er zusammen mit US-Senator Dean Heller und der Leiterin der US-Wettbewerbsaufsichtsbehörde FTC, Julie Brill, und weiteren Experten teilnahm.