Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Gesellschaft Heiko Maas mit „Gabe der Erinnerung“ geehrt

Für seinen engagierten Einsatz für die Demokratie und die Achtung der Menschenrechte hat das Internationale Auschwitz Komitee Bundesminister Heiko Maas am heutigen 19. November die „Gabe der Erinnerung“ verliehen. Das Auschwitz-Komitee würdigte damit auch das Engagement von Heiko Maas gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Bundesminister Heiko Maas mit den Auszubildenden der Volkswagen AG. Heiko Maas mit „Gabe der Erinnerung“ geehrt Auch die anwesenden Auszubildenden der Volkswagen AG dankten Heiko Maas für sein aktuelles Engagement in der Flüchtlingsdebatte. Foto: BMJV

Heiko Maas hat in den vergangenen Monaten in politisch herausgehobenen Situationen konsequent überzeugend die Demokratie repräsentiert, verteidigt und gestaltet und so besonders bei jungen Menschen für sie geworben“, begründete Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, die Entscheidung in seiner Laudatio. „Seine klare Haltung in der Flüchtlingsfrage und sein pädagogisch-politisches Engagement haben die Überlebenden sehr beeindruckt. Deswegen soll er diese Auszeichnung gerade in diesen Tagen der Herausforderungen der Demokratie durch islamistischen Terror und rechte Demagogie erhalten.

Auch die anwesenden Auszubildenden der Volkswagen AG dankten Heiko Maas für sein aktuelles Engagement in der Flüchtlingsdebatte. Zwei Wochen waren die Jugendlichen in Auschwitz und haben dort in der Gedenkstätte gearbeitet. „Wir sind froh, dass uns kein Stacheldraht mehr trennt, dass wir in Europa heute eins sind.

Preis als Ansporn und Versprechen

Der Preis ist eine ganz besondere Ehrung, weil er von Menschen verliehen wird, die den Holocaust überlebt haben; Menschen, die durch die Hölle gegangen sind und die trotzdem dem Hass widerstanden haben, weil sie erlebt haben, wie der Hass die Seele zerstört“, betonte Heiko Maas nach der Verleihung. „Und ich verspreche Ihnen: Der Preis ist für mich ein starker Ansporn, meine Arbeit gegen Rassismus und Antisemitismus mit ganzer Kraft fortzusetzen.

to B remembered“

Seit 2010 – 65 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz – verleiht das Internationale Auschwitz Komitee die „Gabe der Erinnerung“ in Form eines umgedrehten „B“ (to B remembered) an Persönlichkeiten, die in besonderem Maße politisch und intellektuell für ein friedliches und respektvolles Miteinander in demokratischer Ordnung eintreten. Das Komitee erinnert damit auch an die Bedeutung des Ortes Auschwitz, an die Opfer sowie an die Ursachen und würdigt die Fähigkeit der Erinnerung. Die Statue ist dem umgedrehten „B“ im Wort „Arbeit“ über dem Eingang des Konzentrationslagers Auschwitz nachempfunden.

Hergestellt werden die Skulpturen von Auszubildenden der Volkswagen AG in Hannover. Die Auszubildenden der Volkswagen Coaching engagieren sich seit langem gemeinsam mit polnischen Schülerinnen und Schülern bei der Erhaltung der Gedenkstätte Auschwitz, treffen Überlebende und tragen damit die Botschaft der Überlebenden weiter.

Das Internationale Auschwitz Komitee wurde 1952 von Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau gegründet. Ihr Ziel ist es, über die Ereignisse im Lager zu berichten und die Interessen der Überlebenden zu vertreten. Bisher wurden u.a. Papst Franziskus, Sigmar Gabriel, UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sowie Angela Merkel mit der „Gabe der Erinnerung“ ausgezeichnet.

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