Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Gesellschaft Deutsch-Japanischer Justizdialog

Anlässlich des 9. Rechtssymposiums im Rahmen des Deutsch-Japanischen Justizdialogs unter dem Motto „Gesellschaftlicher Wandel und Modernisierung der Justiz“ ist die Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig, nach Tokyo / Japan gereist.

Deutsch-Japanischer Justizdialog Deutsch-Japanischer Justizdialog

Am 26. und 27. Oktober 2015 diskutieren die Vertreter des Bundesjustizministeriums mit ihren Kollegen aus Japan über die Themen „Reformbedarf im Transport- und Seehandelsrecht“ sowie „Herausforderungen bei der Verfolgung grenzüberschreitender Straftaten“. Staatssekretärin Dr. Hubig wird sich dabei auch mit dem japanischen Justizminister, Mitsuhide Iwaki, sowie ihrem japanischen Kollegen, Staatssekretär Nobuo Inada, zu Gesprächen treffen.

Staatssekretärin Dr. Hubig betonte:
„Die vielen gemeinsamen Grundwerte, die sich auch in unseren beiden Rechtsordnungen widerspiegeln, sind eine gute Basis für einen gewinnbringenden Dialog. Beide Seiten profitieren von dieser Form des Meinungsaustauschs zu aktuellen Fragestellungen.
Die vielen bisherigen gemeinsamen Symposien waren stets ein fruchtbares Forum für den gegenseitigen Meinungs- und Gedankenaustausch. Ich bin mir sicher, dass wir auch in diesem Jahr viele wertvolle Erfahrungen mit nach Deutschland nehmen werden.“

Zum Hintergrund:

Der Deutsch-Japanische Justizdialog zu aktuellen rechtspolitischen Themen zwischen Deutschland und Japan wurde anlässlich des Deutschlandjahres in Japan 2005/2006 durch das Bundesministerium der Justiz und das japanische Justizministerium unter dem Motto „Gesellschaftlicher Wandel und Modernisierung der Justiz“ eingeläutet. Die erste Veranstaltung fand im Februar 2006 in Gestalt eines gemeinsamen Rechtssymposiums im japanischen Justizministerium in Tokyo statt.

Seitdem ist dieser Gedankenaustausch in jedem folgenden Jahr fortgesetzt worden, und zwar immer im Wechsel in Berlin und in Tokyo. Dabei wurden unter anderem Themen wie die Effektivierung des Strafverfahrens, die Juristenausbildung, Fragen zum Verfahren zum Sorge- und Umgangsrecht bei Trennung und Scheidung oder auch die Rolle der Justizministerien Deutschlands und Japans in der Finanz- und Wirtschaftskrise. Auf diese Weise hat sich inzwischen ein Justizdialog etabliert, der auf den vielen gemeinsamen Grundwerten und den traditionell vielen Parallelen beider Rechtsordnungen basiert.