Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Themen im Fokus Staatssekretärin Dr. Stefanie Hubig eröffnet Ausstellung „Anwalt ohne Recht“

Anlässlich der Jahrestagung der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung in Berlin macht die Wanderausstellung „Anwalt ohne Recht – Schicksale jüdischer Rechtsanwälte in Deutschland nach 1933“ Station nun im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Staatssekretärin Dr. Stefanie Hubig eröffnet Ausstellung „Anwalt ohne Recht“ Staatssekretärin Dr. Stefanie Hubig eröffnet Ausstellung „Anwalt ohne Recht“ Die Wanderausstellung dokumentiert die Schicksale jüdischer Rechtsanwälte in Deutschland nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933.

Die Ausstellung „Anwalt ohne Recht“ lenkt den Blick auf die jüdischen Anwältinnen und Anwälte als Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes. Wir alle sind heute gut informiert über das auch im Namen der Justiz begangene Unrecht im Dritte Reich.

Die Ausstellung versucht uns vor Augen zu führen, wie es sich anfühlt, alles zu verlieren: das Recht, seinen Beruf auszuüben, seine Bürgerrechte, ja seine Existenzberechtigung als Mensch.

Die Verantwortung für das Geschehene wurde bestritten oder verdrängt

Die Wanderausstellung dokumentiert die Schicksale jüdischer Rechtsanwälte in Deutschland nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. Biografisch aufgebaut, stellt sie die Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Rechtsanwälte insgesamt und anhand individueller Schicksale dar. „Die Verantwortung für das Geschehene wurde bestritten oder verdrängt. Die Nachkriegsjustiz hat versagt und auch die Justiz in den späteren Jahren und Jahrzehnten hat es nicht viel besser gemacht.“, betonte Stefanie Hubig die Bedeutung der Ausstellung.

Erstmals wurde „Anwalt ohne Recht“ im Rahmen des 63. Juristentages im September 2000 in Leipzig gezeigt und machte danach bereits an über 50 Ausstellungsorten Station. National und international stieß sie dabei auf großes Interesse. Im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz ist die Ausstellung noch bis November zu sehen. Danach soll sie dann weiter an den Supreme Court in Israel gehen.