Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Gemeinsame Kranzniederlegung an der Gedenkstätte „Gleis 17“

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Christian Lange, hat am 13. Oktober zusammen mit Frau Emi Palmor, Director General des israelischen Justizministeriums sowie Rabbiner Sievers einen Kranz an der Gedenkstätte „Gleis 17“ niedergelegt. Sie erinnern damit an die Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger Berlins vom Bahnhof Grunewald in die Vernichtungslager des nationalsozialistischen Staates.

Gemeinsame Kranzniederlegung an der Gedenkstätte „Gleis 17“ Gemeinsame Kranzniederlegung an der Gedenkstätte „Gleis 17“

Die Zeremonie fand anlässlich einer Seminarreise einer Fachdelegation des israelischen Justizministeriums auf Einladung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz vom 11. bis 18. Oktober 2015 statt. An der Kranzniederlegung nahmen auch die Mitglieder der Fachdelegation teil.

Die Seminarreise steht unter dem Zeichen der nunmehr seit 50 Jahren bestehenden diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.

Hintergrund

Die deutsch-israelische rechtliche Zusammenarbeit erfolgt auf Grundlage einer Gemeinsamen Erklärung vom 22. August 1989. Von zentraler Bedeutung für die bilaterale Zusammenarbeit beider Justizministerien sind die regelmäßig fast alle zwei Jahre stattfindenden Seminare zu aktuellen Rechtsfragen.

Die letzte Delegation aus Israel unter Leitung vom damaligen Generaldirektor des Justizministeriums kam im November 2012 nach Deutschland. Im November 2013 reiste eine Delegation des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zu einem Rechtsseminar nach Israel. Derzeit findet turnusgemäß die Studienreise auf Einladung des BMJV vom 11. bis 18. Oktober 2015 in Deutschland statt. Die fachlichen Schwerpunkte des Seminars liegen in diesem Jahr auf den Themen „Mietrecht, bezahlbares Wohnen“, „Bundeszentralregister“ und „Schutz der Privatsphäre im Internet“.

Vor fast genau 74 Jahren, am 18. Oktober 1941, verließ der erste Deportationszug mit 1.013 Juden den Bahnhof Grunewald. Mit diesem Tag begann die systematische Deportation der Juden aus Berlin.