Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Heiko Maas besucht Wohnhaus am Hansa-Ufer 5

Am 24. August machte sich Bundesjustiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas selbst ein Bild von der Situation des Seniorenwohnhauses am Hansa-Ufer 5 und sprach mit Bewohnern und Investoren. Seit rund einem Jahr protestieren die dortigen Bewohner gegen eine geplante Sanierung.

Heiko Maas besucht Wohnhaus am Hansa-Ufer 5 Heiko Maas besucht Wohnhaus am Hansa-Ufer 5

Am Hansa-Ufer 5 leben seit den 70er Jahren Seniorinnen und Senioren gemeinsam in einem extra dafür errichteten Haus, direkt an der Spree. Das heutige Zusammenleben ist von einer starken Gemeinschaft unter den Bewohnerinnen und Bewohnern und dem gegenseitigen füreinander einstehen geprägt.
2008 wurde das Haus an einen privaten Investor verkauft. Dieser plant in den kommenden Jahren sowohl eine Modernisierung des Hauses, als auch eine Erweiterung der bestehenden Wohnungen. Derzeit wohnen noch rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner im Alter zwischen 75 und 97 Jahren im Gebäude. Diese fürchten sowohl höhere Mietpreise nach der Sanierung, als auch eine unerträgliche Belastung während der geplanten Modernisierungsarbeiten von zwei Jahren und länger. Derzeit ruht die Umsetzung der Pläne des Investors und Hausbesitzers für 3-5 Jahre.

Um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen, war Heiko Maas am Montagnachmittag zu Besuch am Hansa-Ufer.
Nachdem zunächst die Seniorinnen und Senioren ihre Sorgen und Ängste vortrugen, äußerten sich auch Vertreter des privaten Investors Akelius sowie der Leiter der Abteilung für Wohnungswesen des Berliner Senats, Herr Dr. Lang. Schnell wurde klar: Ein Sanierungsbedarf des Hauses und der Wohnungen besteht in jedem Fall, der Rahmen und in welcher Form diese stattfinden sollen, blieb strittig. Ebenfalls stoßen die Pläne der Erweiterung des Hauses bei den Seniorinnen und Senioren auf Bedenken.

Gute Basis für gemeinsame Kompromissfindung

Heiko Maas zeigte sich erfreut darüber, dass für Gespräche und Verhandlungen eine breite Basis und große Bereitschaft aller Beteiligten vorhanden ist. Er lobte das Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner und hob hervor, was sie bislang bereits erreicht haben. So versprach Alkelius, entgegen angekündigter Mieterhöhungen von bis zu 200 Euro, die Mieten lediglich um maximal 20 Euro pro Monat für die derzeitigen Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhen. Dennoch betonte Maas, dass das Erschaffen von neuem und die Modernisierung des bestehenden Wohnraums, gerade in einer von Wohnungsnot geplagten Stadt wie Berlin, sehr wichtig sind.

Maas begrüßte zudem, dass die Vertreter des Investors vor Ort waren und die Stimmen der Seniorinnen und Senioren ernst nehmen. Dies schaffe gute Voraussetzungen für eine gemeinsame Kompromissfindung. In einer kleineren Runde einigten sich alle Beteiligten an einem von den Seniorinnen und Senioren vorgeschlagenen runden Tisch zusammen zu kommen, an dem noch offene Fragen und strittige Punkte diskutiert und geklärt werden sollen. Unter anderem werden an diesem Vertreter von Alkelius, als auch ein Vertreter des Berliner Senats teilnehmen.