Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Ulrich Kelber beim DsiN-Jahreskongress 2015: Abbau des digitalen Sicherheitsgefälles in Deutschland voranbringen

Die digitale Vernetzung aller Lebensbereiche eröffnet Chancen im Alltag, führt aber auch zu neuen Herausforderungen in der Verbraucherpolitik. Schutz, Sicherheit und Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher stehen dabei im Mittelpunkt. Zum DsiN--Deutschland sicher im Netz-Jahreskongress wurde heute in Berlin der DsiN-Sicherheitsindex 2015 von Deutschland sicher im Netz gemeinsam mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz vorgestellt.

Zum DsiN-Jahreskongress wurde der DsiN-Sicherheitsindex 2015 vorgestellt DsiN-Sichheitsindex Der DsiN-Sicherheitsindex wird jährlich erhoben, um die digitale Sicherheitslage der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zu messen Foto: DsiN

„Ein Abbau des im DsiN-Sicherheitsindex 2015 identifizierten Sicherheitsgefälles kann gelingen, wenn wir in den vier Feldern Verbraucherschutz durch Rechtsetzung, Verbraucherschutz durch Institutionen, Verbraucherschutz durch Technik und Verbraucherschutz durch Medienkompetenz etwaige Defizite aufdecken und dann tätig werden“, erklärte Ulrich Kelber. „Aus Sicht des BMJV erfordert die Digitalisierung immer weiterer Lebensbereiche eine beständige und vorausschauende Weiterentwicklung von Datenschutz und Datensicherheit. Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten zu Recht ein zuverlässiges und sicheres Internet.

Dem BMJV geht es um den Schutz und die Sicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie um das Vertrauen in die digitalen Dienste. Der Abbau des digitalen Sicherheitsgefälles bildet daher einen Schwerpunkt unserer Verbraucherpolitik in der digitalen Welt“, hob der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kelber hervor.

DsiN-Sicherheitsindex als Gradmesser des Sicherheitsgefühls der Verbraucherinnen und Verbraucher

Der DsiN-Jahreskongress ist die zentrale Veranstaltung von Deutschland sicher im Netz, um Strategien und Maßnahmen zur digitalen Aufklärung von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie den Unternehmen zu diskutieren und über aktuelle Initiativen zu informieren. Vor dem Kongress wurde der DsiN-Sicherheitsindex 2015 vorgestellt.

Der Index wird jährlich erhoben, um die digitale Sicherheitslage der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zu messen. Die jährliche Erhebung macht Veränderungen und Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr in einer Kennzahl sichtbar. Er basiert auf der Annahme, dass Sicherheit im Internet ein dynamisches Verhältnis von Bedrohungslage einerseits und Schutzniveau der Verbraucherinnen und Verbraucher andererseits ist.

Das zentrale Ergebnis in diesem Jahr ist eine leichte Verbesserung der digitalen Sicherheitslage um 2,8 Punkte auf 63 Punkte. Die somit gegenüber dem Jahr 2014 insgesamt verbesserte Lage beruht vor allem auf einem Rückgang der registrierten Sicherheitsvorfälle. Das Schutzniveau der Verbraucherinnen und Verbraucher hingegen ist überwiegend konstant oder in Teilen sogar rückläufig. Auch hat die Verunsicherung überwiegend zugenommen. Als problematisch erweist sich das digitale Sicherheitsgefälle zwischen verschiedenen Verbrauchergruppen. Um den Entgegenzuwirken, bietet die Studie Anknüpfungspunkte für Aufklärungsarbeit des BMJV.

Weitere Informationen sowie die Studie finden Sie unter folgendem Link: