Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Expertengespräch zu Transparenz und Information im Pflegemarkt

Bundesminister Heiko Maas hat am 8. Juni gemeinsam mit Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, das Expertengespräch „Neue Wege für Transparenz im Pflegemarkt – Welche Ansätze dienen dem Verbraucher wirklich?“ eröffnet. In seiner Einführungsrede hob er hervor: „Die Pflege-Transparenz sollte sich stärker als bisher an den Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher ausrichten“.

Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas steht neben Frau Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung Expertengespräch zu Transparenz und Information im Pflegemarkt Vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen ist der Pflegemarkt verstärkt in den Fokus der Bundesregierung gerückt.

Bei der Auswahl des Pflegedienstes sollte es nicht allein um die Kosten gehen. Damit Verbraucherinnen und Verbraucher aber auf Qualität achten und sie zu einem Kriterium ihrer Entscheidung machen können, brauchen wir mehr Transparenz. Im Pflegebereich fehlen uns noch viele verbraucherrelevante Informationen. Das beginnt beim verfügbaren Leistungsangebot und den Strukturmerkmalen der Anbieterinnen und Anbieter, etwa die Personalausstattung oder die Anbietergröße, und geht weiter bei der Lebensqualität in den Einrichtungen, zum Beispiel erhoben über das Erfahrungswissen der Betroffenen.
Vorhandene Informationen müssen besser nutzbar gemacht werden. Denn: Vor allem durch fundierte und unabhängige Informationen werden Verbraucherinnen und Verbraucher darin unterstützt, sich in der Rolle der Einkäuferinnen oder Einkäufer von Gesundheits- und Pflegeleistungen zurechtzufinden.

Pflegemarkt im Fokus

Vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen ist der Pflegemarkt verstärkt in den Fokus der Bundesregierung gerückt. Ein Grundanliegen des Verbraucherschutzes im Gesundheits- und Pflegebereich ist es Transparenz herzustellen, indem Informationsasymmetrien zwischen Leistungserbringern und Verbrauchern ausgeglichen werden können.

Expertengespräch zu Transparenz und Information auf dem Pflegemarkt

Am 8. Juni 2015 veranstaltete das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz daher gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung ein Expertengespräch zu Transparenz und Information auf dem Pflegemarkt. Die Agenda des Expertengesprächs umfasste die Themen „Pflege-TÜV“, Qualitätsdimensionen und Methodenmix sowie das zukünftige Verhältnis zwischen Qualitätssicherung und Berichterstattung. Die Themen wurden im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs diskutiert und von Impulsreferaten durch Sabine Strüder, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Diana Delnoij, Leiterin des Qualitätsinstituts der Niederlande sowie Klaus Peter Optenhövel, Leiter Marienheim Schermbeck, begleitet.

Grundlage der Gesprächsrunde war eine Förderung des BMJV für den Pflegedienst-Vergleich der Weissen Liste, einem Projekt der Bertelsmann Stiftung. Das Projekt wurde zusätzlich zu den bereits bestehenden erfolgreichen Projekten des Online-Pflegeplaners der Weissen Liste sowie der Internetseite www.heimverzeichnis.de gefördert.

Die Weisse Liste hilft Ihnen bei der Suche nach einem passenden Arzt, Krankenhaus und bei der Auswahl der geeigneten Pflegeleistung – unabhängig und leicht verständlich. Das Portal ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Die Weisse Liste ist kosten- und werbefrei.

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