Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Maas diskutiert mit Schülerinnen über Rosenburg-Projekt

Bundesjustiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas diskutierte gemeinsam mit Schülerinnen des Illtal Gymnasiums Illingen – einer UNESCOUnited Nations Educational, Scientific and Cultural Organization-Projektschule – und Wissenschaftlern der UWK über das Rosenburg-Projekt.

Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas diskutiert zusammen mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern. Maas diskutiert mit Schülerinnen über Rosenburg-Projekt Der erste Amtssitz des Bundesjustizministeriums in Bonn - die Rosenburg- war Namensgeber des Aufarbeitungs-Projekts. Foto: BMJV

Minister Heiko Maas:
Warum machen wir dieses Projekt? Die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ist leider überhaupt kein Ruhmesblatt der deutschen Justizgeschichte. Im Rahmen des Rosenburg-Projekts untersuchen wir gemeinsam mit den Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Blickwinkeln den Umgang der Justiz mit ihrer eigenen NS-Vergangenheit. Ich freue mich sehr, dass unser Projekt so sehr beachtet wird und möchte den Weg der öffentlichen Debatte weiter gehen.

Zusammen mit Professor Manfred Görtemaker und Professor Dr. Eva Schumann von der wissenschaftlichen Rosenburg-Kommission stellte Heiko Maas den Schülerinnen das Rosenburg-Projekt vor und beantwortete Fragen der Abiturientinnen. Diese haben an einem bundesweiten Geschichtswettbewerb teilgenommen. Gegenstand ihres Projekts sind u. a. strafrechtliche Verurteilungen in der NS-Zeit und die Frage, wie diese Fälle nach 1945 aufgearbeitet worden sind.

Die Rosenburg-Kommission
Im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz ist bereits am 11. Januar 2012 eine Unabhängige Wissenschaftliche Kommission zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit – geleitet von den Professoren Manfred Görtemaker (Zeithistoriker, Universität Potsdam) und Christoph Safferling (Strafrechtslehrer, Universität Marburg) – eingesetzt worden. Die Unabhängige Kommission soll eine Untersuchung der personellen und fachlich-politischen Kontinuitäten des nationalsozialistischen Deutschlands im Regierungshandeln des Bundesjustizministeriums in der Nachkriegszeit der 1950er und 1960er Jahre durchführen.

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