Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

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Papieranhänger mit dem Logo der Stiftung Warentest

Thema Verbraucherschutz Stiftung Warentest

Mit Nähmaschinen und Handrührern hat vor über 50 Jahren alles begonnen. Diese Geräte zählten 1966 zu den ersten Testprodukten der Stiftung Warentest. Zwei Jahre zuvor, 1964, wurde die Stiftung Warentest von der Bundesrepublik Deutschland gegründet. Ein neutrales Warentestinstitut sollte durch vergleichende Tests über „die richtige Haushaltsführung“ und eine „gesunde Lebensweise“ informieren.

test, Finanztest und test.de

Heute gehören Lebensmittel, Haushaltsgeräte, Baukredite, Aktienfonds und vieles mehr zu ihrem Testprogramm. Die Ergebnisse der Stiftung Warentest finden Sie in den beiden Publikationen test und Finanztest unter www.test.de sowie in einem umfangreichen Buchprogramm.

Die Zeitschrift test:

informiert seit 1966 über Produkte des täglichen Lebens – und enthält neben Testergebnissen auch Tipps, Trends und Reports.

Die Zeitschrift Finanztest:

berät seit 1991 über die Themen Versicherungen, Geldanlagen, Steuern und Recht – und vergleicht Aktienfonds sowie Kredite und Sparzinsen.

test.de:

stellt alle Tests online – auch exklusive Schnelltests. In interaktiven Datenbanken („Produktfinder“) können Verbraucher die getesteten Produkte selbst vergleichen.

Wer steht hinter der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest ist, wie ihr Name schon sagt, eine Stiftung. Ihre Stifterin ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).
So wie jede Stiftung hat sie einen bestimmten Stiftungszweck: die Förderung von Verbraucherschutz. Sie soll den Verbraucherinnen und Verbrauchern durch Tests und Information helfen, das passende Produkt oder die richtige Geldanlage zu finden. Die Satzung legt fest, wie sie dieses Ziel erreichen soll. So darf sie zum Beispiel keine Werbung in ihren Heften veröffentlichen.

Die Stiftung wird durch ihren Vorstand vertreten. Gemeinsam mit zwei Bereichsleitern bildet er die Geschäftsleitung.

Ein siebenköpfiger Verwaltungsrat überwacht die Arbeit des Vorstandes.

Drittes Stiftungsorgan ist das Kuratorium. Es besteht aus 18 Mitgliedern, und setzt sich zusammen aus Vertretern der Verbraucher, der Wirtschaft und neutralen Sachverständigen. Das Kuratorium der Stiftung Warentest hat eine beratende Funktion: Es kann neue Tests vorschlagen aber auch Untersuchungsvorhaben widersprechen.
Das BMJV entsendet einen Vertreter in den Verwaltungsrat und das Kuratorium, hat dort aber kein Stimmrecht. Damit wird die Unabhängigkeit der Stiftung Warentest garantiert und eine Einflussnahme auf die Testarbeit bewusst vermieden.

Wie wird getestet?

Vor jedem neuen Test findet eine ausführliche Projektbesprechung statt. Mit Fachbeiräten wird gemeinsam beraten, welches Produkt oder welche Dienstleistung getestet werden soll, wie der Test abläuft und wo geprüft wird.

Anschließend werden die Produkte von Mitarbeitern der Stiftung Warentest anonym im Handel eingekauft und in ein unabhängiges Labor gebracht, das von der Stiftung Warentest mit der Prüfung beauftragt wurde. Dienstleistungen werden verdeckt in Anspruch genommen. Welches Labor mit welchem Produkt beauftragt ist, bleibt geheim. So wird eine Einflussnahme von Anbietern verhindert.

Aus dem Prüfgutachten des Labors erstellen die Experten der Stiftung Warentest dann ihre Bewertung. Das Qualitätsurteil reicht von der Note „Sehr gut“ bis „mangelhaft“ und zeigt , wie gut oder schlecht ein Produkt abgeschnitten hat.

Seit 2004 testet die Stiftung auch immer wieder, ob Anbieter auch soziale und ökologische Verantwortung übernehmen. Bei diesen CSR-Tests (Corporate Social Responsibility)bewerten die Tester auch die Produktionsstätten und Arbeitsbedingungen vor Ort: Was verdienen die Mitarbeiter? Werden für das Produkt auch nachhaltige Materialien verwendet?

Wie wird die Stiftung Warentest finanziert?

Die Stiftung Warentest finanziert sich zu fast 90 % aus dem Verkauf ihrer Publikationen und Online-Angeboten.

Daneben erhält sie eine jährliche Förderung aus dem Bundeshaushalt. Man kann diese Zuwendungen auch als Ausgleich dafür verstehen, dass sie auf Anzeigen- und Werbe-Einnahmen verzichtet – und sich so ihre Unabhängigkeit bewahrt.

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