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Thema Verbraucherschutz Sicherheit im Internet

Typische Sicherheitsrisiken im Internet sind die Verbreitung von Schadprogrammen, fehlende Verschlüsselungen, die vor unerwünschten Mitlesern schützen, und das Fälschen von Benutzerkonten oder das Ausspähen von Bankdaten. Deshalb sollten Sie auf alle Fälle einen Virenschutz, eine Firewall und die aktuellste Version einer Software installieren sowie Sicherheits-Updates immer ausführen.

Ein Beispiel
Informationen im Internet suchen, Fahrkarten und Tickets reservieren, Online-Banking und Einkaufen, Soziale Netzwerke - all das gehört für viele Menschen zum Alltag. Bei jedem Besuch im Internet hinterlassen Verbraucherinnen und Verbraucher allerdings viele Datenspuren. Auch E-Mails sind nicht vor unerwünschten Mitlesern sicher. Wenn Sie sich im Internet bewegen, sollten Sie deshalb immer auf Ihre Privatsphäre achten und sorgsam mit Ihren persönlichen Daten umgehen.

Grundlagen

Typische Sicherheitsrisiken im Internet sind die Verbreitung von Schadprogrammen, fehlende Verschlüsselungen, die vor unerwünschten Mitlesern schützen, und das Fälschen von Benutzerkonten oder das Ausspähen von Bankdaten. Deshalb sollten Sie auf alle Fälle einen Virenschutz, eine Firewall und die aktuellste Version einer Software installieren sowie Sicherheits-Updates immer ausführen. Öffnen Sie niemals Dateien oder Programme, deren Herkunft unklar ist. Schützen Sie zudem Ihre Privatsphäre gegenüber anderen Personen sowie vor Anbietern, die aus kommerziellen Gründen an Ihren Daten interessiert sind, indem Sie nicht zu viel von sich Preis geben.

Korrekte Browser-Einstellungen

Schon bei den Browser-Einstellungen können Sie erste Sicherheitseinstellungen vornehmen, wie etwa die Wahl einer hohen Sicherheitsstufe. Auch sollte Ihr Browser oder andere Programme mit denen im Internet bestimmte Anwendungen (z. B. Videos) ausgeführt werden, immer in der jeweils aktuellen Version genutzt und Sicherheitsupdates regelmäßig ausgeführt werden. Es gibt zudem viele hilfreiche Einstellungen und Programme, die vor unerwünschten Cookies, Benutzerverfolgung (Tracking) oder Werbung schützen.

E-Mails richtig verwalten

Die Auswahl an E-Mail-Anbietern ist riesig. Doch auch hier gibt es Unterschiede in puncto Sicherheit. Sie sollten sich deswegen im Vorfeld gut über den Anbieter informieren. Laut Stiftung Warentest verfolgen einige Anbieter fragwürdige Methoden – das Durchsuchen eingehender E-Mails nach werberelevanten Stichworten ist eine davon.

Nach dem Versenden wird ihre E-Mail über viele Zwischenserver weitergeleitet. An diesen Stellen können Ihre Daten grundsätzlich abgefangen und mitgelesen werden. Bei vielen E-Mail-Anbietern können Sie Ihre E-Mails jedoch mit einer sicheren Verbindung empfangen und versenden. Dann kann niemand außer Ihnen und dem Empfänger mitlesen oder Inhalte manipulieren. Eine verschlüsselte Übertragung und Speicherung auf deutschen Servern, die deutschem Datenschutzrecht unterliegen, bieten insbesondere die Unternehmen der Initiative „E-Mail made in Germany“ an.

Auf der Internetseite "Verbraucher sicher online" erfahren Sie mehr zu Verschlüsselungssoftware und dem Einrichten einer sicheren E-Mail-Kommunikation.

Sicher im Sozialen Netzwerk

Fotos vom letzten Urlaub, Standortinformationen oder Links ihrer Lieblingsmusik können in sozialen Netzwerken schnell mal die Runde machen, auch wenn eigentlich nur Freunde und Verwandte Notiz davon nehmen sollen. Nutzer von sozialen Netzwerken sollten deswegen sparsam mit ihren Daten umgehen, auch weil die Anbieter Sozialer Netzwerke ein eigenes wirtschaftliches Interesse an den Daten haben und mit den Informationen Profile bilden, beispielsweise für gezielte Werbung. Denken Sie daran: Große Soziale Netzwerke sind deswegen kostenlos, weil Sie mit Ihren Daten „bezahlen“ – Mit wie viel Privatsphäre Sie bezahlen, liegt also allein bei Ihnen! Fragen Sie sich auch immer, ob einmal preisgegebene Informationen Ihnen nicht eines Tages schaden können, etwa wenn ein potentieller Arbeitgeber Fotos sieht, die Sie in besonderer Feierlaune zeigen. In den Einstellungen Ihres Sozialen Netzwerkes können Sie bedenkliche Datenverarbeitungen teilweise ausschließen und den Zugang zu besonders privaten Inhalten auf Personen beschränken, die Ihnen bekannt sind und denen Sie vertrauen. Prüfen Sie Ihre Einstellungen regelmäßig, auch weil manche Anbieter diese von sich aus ändern.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bietet auf seiner Bürgerseite Anleitungen für Soziale Netzwerke an. Darüber hinaus finden Sie zahlreiche Handlungsempfehlungen, Checklisten und Links auf der Internetseite "Surfer haben Rechte" des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Informationen zum Datenschutz erhalten Sie auch über Ihre Datenschutzaufsichtsbehörde.

Foto: Thinkstock / iStock