Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Projekte und Förderung Fritz-Bauer-Studienpreis

Der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Heiko Maas, hat den „Fritz Bauer Studienpreis für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte“ gestiftet. Der Preis erinnert an Fritz Bauer, den Initiator des Frankfurter Auschwitz-Prozesses.

schwarz-weiß Aufnahme von Fritz Bauer Bauer setzte sich gegen große Widerstände in der westdeutschen Nachkriegsjustiz für die Strafverfolgung von NS-Tätern ein. Foto: Stefan Moses, München

Mit dem Fritz Bauer Studienpreis für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte werden herausragende Arbeiten des rechtswissenschaftlichen Nachwuchses ausgezeichnet, die sich mit Leben, Werk oder Lebensthemen Fritz Bauers befassen. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 5000 Euro verbunden.

Fritz Bauer hat sich für die Demokratie eingesetzt, als das viel zu wenige Juristen in Deutschland taten. Er hat gegen große Widerstände in der Justiz das Unrecht der Nazis vor Gericht gebracht. Und er hat sich stets für ein modernes und humanes Strafrecht engagiert. Fritz Bauer hat seinen Beruf als Richter und Staatsanwalt als Verpflichtung verstanden, sich für die Demokratie und die Menschenrechte stark zu machen. Zu seinen Lebzeiten war er verfolgt, verhasst und umstritten; heute ist Fritz Bauer ein Vorbild für allen Juristinnen und Juristen. Deshalb habe ich diesen Preis gestiftet.

Was wird mit dem Preis ausgezeichnet?

Mit dem Fritz Bauer Studienpreis werden herausragende juristische Doktorarbeiten ausgezeichnet, die sich mit Leben und Werk Fritz Bauers oder seinen Lebensthemen beschäftigen, also insbesondere der juristischen Ahndung des NS-Unrechts und anderer Massenverbrechen gegen die Menschlichkeit, Strafrechtsreform und humanem Strafvollzug, Achtung und Schutz der Menschenwürde.

Wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Doktorandinnen und Doktoranden, die 2015 oder 2016 ihr Promotionsverfahren abgeschlossen haben, d.h. die letzte Prüfung abgelegt haben. Es können auch Vorschläge von Dritten gemacht werden.

Wie kann man sich bewerben?

Zur Bewerbung müssen das ausgefüllte Bewerbungsformular, sowie ein tabellarischen Lebenslauf, ein Exemplar der Arbeit, die Promotionsurkunde (Kopie) und – soweit verfügbar – die Gutachten zur Arbeit (Kopien) eingereicht werden.

Bis wann kann man sich bewerben?

Die Frist für die Einreichung von Bewerbungen/Vorschlägen endet am 31. Dezember 2016.

Wo kann man sich bewerben?

Bewerbungen und Vorschläge sind zu richten an:
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Mohrenstraße 37, 10117 Berlin.

Wer entscheidet über die Preisvergabe?

Über die Vergabe des Fritz Bauer Studienpreises entscheidet der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz in Zusammenwirken mit einer hochrangig besetzten Jury:

Christoph Flügge (Internationaler Gerichtshof für das ehem. Jugoslawien, Den Haag)
Prof. Dr. Werner Konitzer (Fritz Bauer Institut, Frankfurt)
Werner Koep-Kerstin (Humanistische Union, Berlin)
Prof. Dr. Beate Rudolf (Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin)
Prof. Dr. Gerhard Werle (Humboldt-Universität, Berlin)
Wie ist der Preis dotiert?

Der Fritz-Bauer-Studienpreis ist mit 5000 Euro dotiert.

Zusatzinformationen

Broschüre

Fritz Bauer - "Ein Held von gestern für heute"

Fritz Bauer - "Ein Held von gestern für heute"

Fritz Bauer - "Ein Held von gestern für heute" (verweist auf: Fritz Bauer - "Ein Held von gestern für heute")

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