Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Schutz älterer Menschen vor Gewalt in der häuslichen Pflege

Gewalt und Mißhandlung gegen ältere Menschen in der häuslichen Pflege ist kein Einzelfall. Besserer Schutz älterer Menschen ist ein Thema, das aus vielfältiger Sicht relevant ist. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, das Bundesministerium der Gesundheit und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nahmen das Thema zum Anlass für ein interdisziplinäres Werkstattgespräch zum Thema „Schutz älterer Menschen vor Gewalt in der häuslichen Pflege“.

Werkstattgespräch „Schutz älterer Menschen vor Gewalt in der häuslichen Pflege“

Ältere Menschen, die im häuslichen Bereich gepflegt werden, sind eine verletzliche Verbrauchergruppe, die mehr Aufmerksamkeit und mehr Achtsamkeit bedarf. Gewalt gegen ältere Menschen in der eigenen Häuslichkeit ist ein Thema, das sich immer noch im Graubereich befindet. Das Thema ist nicht nur strafrechtlich relevant, es ist vielschichtig, viele Schädigungen spielen sich auf emotionaler und auf verbaler Ebene ab.

Zu diesem Ergebnis kamen am 5. September 2016 Expertinnen und Experten sowie die rund 50 Teilnehmer an dem Werkstattgespräch „Schutz älterer Menschen vor Gewalt in der häuslichen Pflege“ im Gustav-Heinemann-Saal im BMJV. Zum aktuellen Stand der Wissenschaften und der Verwaltung sowie in der Praxis hielten acht Expertinnen und Experten Vorträge und stellten sich der Diskussion.

Sowohl was die Relevanz von Gewalt gegen ältere Menschen angeht, als auch hinsichtlich der Gewaltprävention bestehen noch Forschungsbedarf, insbesondere bezüglich der Wirksamkeit und Eignung bisheriger Interventionen im häuslichen Bereich. Risikofaktoren können sowohl in der Person des zu Pflegenden, der Pflegenden als auch in den Rahmenbedingungen liegen. Es kristallisierten sich Handlungsempfehlungen, die sich an verschiedene Akteure auf allen Ebenen richten, heraus, deren Umsetzung im Nachgang des Werkstattgespräches geprüft und, soweit umsetzbar, realisiert werden sollen.

Die Vorträge der Expertinnen und Experten finden Sie hier.

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