Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Familie und Partnerschaft Lebenspartnerschaft

Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts am 1. Oktober 2017 können in Deutschland keine neuen Lebenspartnerschaften mehr begründet werden. Gleichgeschlechtliche Paare können seit diesem Zeitpunkt die Ehe miteinander eingehen und sind damit verschiedengeschlechtlichen Paaren gleichgestellt. Bestehende Lebenspartnerschaften können in eine Ehe umgewandelt werden. Eine Verpflichtung hierzu besteht jedoch nicht. Bereits bestehende Lebenspartnerschaften können in der bisherigen Form fortgesetzt werden.

Zwei Männer halten sich in den Armen. Foto: shutterstock

Bis zur Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare hatte der Gesetzgeber aufgrund mehrerer Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften schrittweise in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen abgebaut. Ein Unterschied blieb jedoch im Adoptionsrecht. Lebenspartner können – anders als Eheleute – ein Kind nicht gemeinsam adoptieren. Möglich ist jedoch die Adoption eines Kindes, das der andere Lebenspartner adoptiert hatte (sogenannte Sukzessivadoption).

Die Magnus Hirschfeld Stiftung leistet einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung von Lebenspartnerschaft und Ehe. Die Bundesstiftung wurde im Jahr 2011 errichtet und hat unter anderem die Aufgabe, einer gesellschaftlichen Diskriminierung homosexueller Männer und Frauen entgegenzuwirken.

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz stellt nach der Satzung den Kuratoriumsvorsitz.