Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Familie und Partnerschaft Gleiches Erbrecht für nichteheliche und eheliche Kinder – rückwirkend ab 29. Mai 2009

Endlich erben alle nichtehelichen Kinder genauso wie eheliche. Dafür sorgt das Zweite Gesetz zur erbrechtlichen Gleichstellung nichtehelicher Kinder, das auf einem Vorschlag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz beruht.

Ein Mann und ein Mädchen sitzen nebeneinander und schauen in die Ferne. Dank der Reform werden nichteheliche Kinder zu gesetzlichen Erben ihrer Väter, auch wenn sie vor 1949 geboren wurden. Foto: no more lookism / photocase.de

Selbstverständlich steht ihnen auch ein Recht auf den Pflichtteil zu, falls der Vater seine Erben durch Testament oder Erbvertrag bestimmt und das nichteheliche Kind dabei nicht berücksichtigt hat.

Ausnahmen wurden beseitigt

Zwar waren schon vor der Reform nichteheliche und eheliche Kinder grundsätzlich im Erbrecht gleichgestellt. Es gab jedoch eine Ausnahmeregelung, wonach vor dem 1. Juli 1949 geborene nichteheliche Kinder ihre Väter nicht beerbten, sofern diese am 2. Oktober 1990 in der damaligen Bundesrepublik lebten. Diese Ausnahme ist jetzt beseitigt. Das neue Gesetz sieht vor, dass auch die vor dem 1. Juli 1949 geborenen nichtehelichen Kinder gesetzliche Erben ihrer Väter werden. Das gilt für alle Erbfälle, die sich seit dem 29. Mai 2009 ereignet haben.

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