Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Thema Familie und Partnerschaft Erbrecht

Das Thema „Erben und Vererben“ betrifft jeden Bürger früher oder später. Etwa, wenn ein Angehöriger stirbt und die Nachlassangelegenheiten sind zu regeln.

Eine ältere Dame, die einen Stift in der Hand hält. Ein Todesfall in der Familie ist meist Anlass, sich Gedanken zu machen, ob die gesetzliche Erbfolge den eigenen Wünschen und Vorstellungen entspricht oder ob man seine Vermögensnachfolge auf andere Weise geregelt haben möchte. Foto: shutterstock

Hat der Verstorbene kein Testament oder Erbvertrag hinterlassen, tritt die im Bürgerlichen Gesetzbuch und im Lebenspartnerschaftsgesetz vorgesehen gesetzliche Erbfolge ein. Diese sieht vor, dass in erster Linie Kinder und Ehe- bzw. Lebenspartner erben. Sind keine Nachkommen vorhanden, treten an ihre Stelle je nach Verwandtschaftsgrad die übrigen Angehörigen.

Soll ich ein Testament machen?

Ein Todesfall in der Familie ist meist Anlass, sich Gedanken zu machen, ob die gesetzliche Erbfolge den eigenen Wünschen und Vorstellungen entspricht oder ob man seine Vermögensnachfolge auf andere Weise geregelt haben möchte.

In diesem Zusammenhang stellen sich viele Frage: Wer wird in meinem Fall gesetzlicher Erbe? Was habe ich zu beachten, wenn ich ein Testament machen möchte? Wer kann Pflichtteilsansprüche geltend machen? Wie kann ich vorbeugen, dass es nach meinem Tod zu Streitigkeiten zwischen den Erben kommt? Ist die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers sinnvoll? Welche steuerlichen Belastungen können auf die Erben zukommen?

Aber auch als Erbe stellen sich viele Fragen: Benötige ich einen Erbschein und wo erhalte ich diesen? Was kostet der Erbschein? Was kann ich tun, wenn der Verstorbene Schulden hinterlassen hat? Wie kann ich meine Haftung begrenzen?

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