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Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Auslandspraktikum in Antwerpen - ein Reisebericht

Antwerpen war zuvor nie auf meiner “to visit”- Liste aufgetaucht, nicht mal der Gedanke daran. Als sich herausstellte, dass ich mein Auslandspraktikum in Antwerpen absolvieren werde, begann ich mit einer überraschend endenden Recherche.

Auslandspraktikum in Antwerpen „Antwerpen? Das liegt doch in der Nähe von Rotterdam, oder? Ach, ne, doch Den Haag, oder?”

Hanna-Anys Nejhadhashemy, Fachangestellte für Bürokommunikation im Bundesministerium der Justiz Hanna-Anys Nejhadhashemy, Fachangestellte für Bürokommunikation im Bundesministerium der Justiz

Antwerpen - Metropole der Mode und Kunst mit riesigem Hafen und impulsivem Nachtleben; außerdem Welthauptstadt des Diamantenhandels und eines der größten jüdischen Gemeinschaften Europas.

Hätte ich das vorher gewusst, wäre mir die Stadt vielleicht eher in den Sinn gekommen In zahlreichen Gesprächen mit einer Freundin, die ursprünglich aus Belgien stammt, erfuhr ich vor meiner Ankunft viel über Antwerpen; Sehenswürdigkeiten und Restaurants, die ich unbedingt besuchen muss, Essen, das ich probieren muss – gemeint sind natürlich Pommes und Waffeln – und weitere Tipps, die mir die Zeit in Antwerpen versüßen sollen.

Daher war es besonders spannend für mich, ab Ende Februar alle Plätze selbst zu besuchen und meine eigenen Erfahrungen zu sammeln.

Mein Praktikum absolvierte ich bei den “World Outgames Antwerpen 2013” – kurz “WOGA”.

Erst die Arbeit - mein Praktikum...

Die WOGA ist ein sportlich kulturelles Event diesen Sommer in Antwerpen, organisiert von der "LGBT" (lesbian, gay, bisexual and transgender-community), zugänglich aber für jeden. Innerhalb dieser zwei Wochen finden rund 20 verschiedene sportliche Aktivitäten mit ca. 8000 Teilnehmern statt. Ein kulturelles Programm mit diversen Aktivitäten wird ebenfalls organisiert. Weiterhin wird eine "Human Rights Conference" stattfinden mit dem Ziel, die Rechte Homosexueller in der Welt zu festigen und auszubauen.

Innerhalb der zwei Monate übernahm ich administrative Aufgaben innerhalb des Eventmanagements. Aufgaben waren beispielsweise das Erstellen und Aktualisieren von Übersichten und Tabellen, das Führen von Telefonaten, das Entwickeln von Konzepten und Formularen. Neben diesen und weiteren administrativen Aufgaben unterstützte ich das "Promotion Team" bei ihrer Arbeit, und lernte so schnell die ganze Stadt kennen. Meine Hauptaufgabe war jedoch das Einrichten des Registrierungssystems für die Freiwilligen - genannt "PinkOffice".

Die Daten aller bisher registrierten Freiwilligen – 500 an der Zahl - mussten in das System eingetragen werden, von Name über Adresse über Telefonnummer zu T-Shirtgröße. Weiterhin mussten die Schichten eingetragen werden, die bei den einzelnen Veranstaltungen benötigt werden. So kann der Freiwillige genau sehen, welche Aufgabe an welchem Tag zu welchem Event wo und wie lange gebraucht wird.

"PinkOffice" wurde regelrecht zu meinem Baby, wenn jemand ein Problem oder eine Frage hatte, war ich immer die erste Ansprechperson – das stärke natürlich das Selbstbewusstsein enorm!
Sowieso harmonierte die Zusammenarbeit von Beginn an. Der offene Umgang innerhalb des Teams erleichterte mir den Start und erschwerte mir am Ende die Verabschiedung.

Das mehr als positive Feedback bzgl. meiner Person und meiner Arbeitsweise bestärkte mich in meiner Arbeit und motivierte mich auch an grauen Tagen mit Freude an die Arbeit zu gehen.

...und dann die Stadt erkunden.

Nebenbei erkundete ich die Seiten Antwerpens, die Waffeln und Pommes, Museen, Brüssel, Leuven und Brügge - mein persönliches Highlight! Etliche Kilometer legte ich innerhalb der zwei Monate zurück, immer auf der Suche nach Neuem und Aufregendem. Dennoch - ein Alltag stellte sich bald ein, den ich zunächst mit einer französischen Mitbewohnerin teilte, später mit einem Spanier. So lernte ich innerhalb der Zeit viele Menschen unterschiedlichster Kulturen kennen, hörte viele Geschichten über andere Lebensrealitäten. Die Kombination aus diesem ereignisreichen Privatleben und die Übernahme von Aufgaben auf der Arbeit, die für den reibungslosen Ablauf der WOGA unabdingbar waren, formten eine unvergessliche Zeit.

Sehenswürdigkeiten in Antwerpen

Also, was bleibt nun nach der Rückkehr? Unvergessliche Erinnerungen, die verzweifelt versucht wurden, in Fotos festzuhalten, ein erweiterter Englischwortschatz, ein Piercing und eine Freundin in Budapest. Und das Wissen, dass dies definitiv nicht mein letzter Auslandsaufenthalt war!

PS: Trotz allem: Berlin übertrifft so schnell nichts!

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